Colitis Ulcerosa

 

Was ist Colitis Ulcerosa

Die Colitis Ulcerosa ist eine entzündliche Krankheit, bei der die Schleimhaut des Dickdarmes betroffen ist. Sie unterscheidet sich hierdurch zum Morbus Crohn, dort sind in der Regel alle Schichten der Darmwand entzündet, der gesamte gastrointestinale Trakt kann befallen sein.  Die Entzündung beginnt bei der Colitis Ulcerosa immer im Enddarm und breitet sich von dort Richtung Speiseröhre aus. Der in den Dickdarm mündende Dünndarm kann auf den letzten Zentimetern ebenfalls entzündet sein.

Die Ursachen

Bisher konnte nicht genau geklärt werden, wie die Colitis Ulcerosa entsteht und welche Auslöser für die Krankheit verantwortlich sind. Eine erbliche Veranlagung sowie Umweltfaktoren scheinen eine Rolle zu spielen.

Symptome

Die Hauptsymptome bei der Colitis Ulcerosa sind Durchfälle mit Schleim- und Blutbeimengungen, oft begleitet von krampfartigen Bauchschmerzen, vor allem im Zusammenhang mit dem Stuhlgang. Bei Kindern und Jugendlichen können sich Wachstumsstörungen einstellen.

Darüber hinaus treten sogenannte „extraintestinale Manifestationen“, also Krankheitserscheinungen außerhalb des Darmes, auf: Gelenkschmerzen, Gelenkentzündungen, dermatologische Entzündungen, Augenreizungen sowie vernarbende Entzündungen der Gallenwege.  

Die Diagnose

Ob es sich bei den Symptomen um Colitis Ulcerosa handelt, stellen wir in unserem Erstgespräch, verbunden mit körperlichen Untersuchungen und Blutbefundungen fest.  

Die Therapie

Therapiemaßnahmen sind zunächst darauf ausgerichtet, die Lebensqualität von Betroffenen zu verbessern, Beschwerden zu mildern, sie wenn möglich zu beseitigen und Komplikationen zu verhindern.

Regenerationstherapie

Bei Colitis Ulcerosa Patienten erkennen wir regelmäßig eine Unterdeckung an wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen. Dies liegt einerseits daran, dass aufgrund des Durchfalls nicht genügend Nährstoffe aufgenommen werden können, andererseits entstehen grundsätzlich häufig bei chronischen Entzündungsprozessen Nährstoff-Mangelzustände. 

Antioxidantien

Eine ausreichende Substitution von Vitamin C, E und Selen ist wichtig, da der Bedarf bei jedem Entzündungsprozess erhöht ist. Antioxidantien können die bei Entzündungen vermehrt freigesetzten freien Radikale neutralisieren. Geschieht dies nicht, führen die Zellschäden durch freie Radikale zu weiteren Gewebeschädigungen.

Omega-3-Fettsäuren

Wissenschaftliche Forschung und klinische Experimente konnten inzwischen eindeutig belegen, dass eine hohe Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren die Entzündungsaktivität von Colitis Ulcerosa ausdrücklich vermindert.

Vor einer gezielten Therapie sollte eine umfangreiche Diagnostik erfolgen, um Mangelzustände eindeutig zu erkennen. Wie bei allen chronisch entzündlichen Erkrankung hilft Omega-3 auch im Darm. Bei Morbus Crohn wurden unter Omega-3-Gabe signifikant weniger Rezidive nachgewiesen. 

Mikrobiologische Therapie

Wir leben in einer Symbiose mit unseren Darmbakterien. Diese sind in der Lage, unser Immunsystem zu modulieren, die Nahrung aufzuschließen – z. B. kurzkettige Fettsäuren aus Ballaststoffen für die Ernährung der Darmzellen zu produzieren – und in geringerem Umfang Vitamine zu bilden. Man hat lange Zeit vermutet, dass Darmbakterien vor einer Entzündung schützen können.

Ein amerikanischer Arzt mit einer entzündlichen Darmerkrankung unternahm vor einigen Jahren einen Selbstversuch: Er nahm Stuhl von seiner darmgesunden Ehefrau, löste ihn in Wasser auf und verabreichte sich selbst einen Einlauf damit, nachdem er seinen Darm weitestgehend entleert hatte. Der Erfolg gab ihm Recht: Er hatte mehrere Monate lang deutlich weniger Entzündungszeichen. Der Therapieeffekt wurde auf die „gesunde“ Darmflora seiner Frau zurückgeführt. Er veröffentlichte seinen Fall in einer der weltweit renommiertesten medizinischen Fachzeitschriften.

 

Psychosomatik

Die Colitis Ulcerosa wird heute auch als eine psychosomatische Erkrankung betrachtet. Die Erkrankung kann durch seelische Belastungen und inadäquate Einstellungen initiiert oder verstärkt werden. Dass Körper und Seele gerade bei Colitis Ulcerosa eng miteinander verbunden sind, zeigt sich u. a. darin, dass viele Schübe nach seelischen Belastungssituationen auftreten. Es ist deshalb ratsam, die Psyche in die Therapie einzubeziehen, z. B. in Form von Entspannungstherapien, stützenden Gesprächspsychotherapien, ggf. auch künstlerischen Therapien und Familientherapie.

 

Für weitere Informationen nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.