Die Folgen der Übersäuerung

Müde? Schlapp? Energielos? Oder gar krank? Übersäuerung kann das Wohlbefinden beeinträchtigen. Die moderne Ernährungs- und Lebensweise kann leicht zu einer Übersäuerung des Organismus führen. Entsprechend viele Menschen kämpfen heutzutage mit einem unausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt – und viele ahnen gar nicht, dass eine Übersäuerung für ihre Beschwerden verantwortlich ist oder zumindest massgeblich an deren Entstehung beteiligt war.

Durch eine entsprechende Ernährung können die Gefahren einer Krebserkrankung gezielt gesenkt werden können. Die primäre Erkenntnis ist so erschreckend wie ebenso banal: 

Krebszellen lieben Zucker. 

Durch Metastasenbildung tritt eine Resistenz selbst gegen klassische Methoden der Krebsbekämpfung, wie etwa die Strahlentherapie, ein. So sind Lebensmittel, welche diese Krebs-Entwicklung positiv beeinflussen, auch Alltagsprodukte wie Brot, Nudeln, Reis und Kartoffeln. Der einzige Weg, diesem entgegenzuwirken, ist eine konsequente Anti-Krebs-Ernährung. 

Dadurch wird die natürliche Fettverbrennung des gesamten Körpers verstärkt, welche diesen wiederum vor dem Krebs schützt. 

So sollte zunächst auf jede Art von Fertigprodukten verzichtet werden. Derartige Produkte wurden im Herstellungsprozess ihrer gesunden Elemente beraubt, welche dem Körper daraufhin fehlen und eine negative Entwicklung begünstigt wird. Des Weiteren ist eine Übersäuerung des eigenen Körpers unbedingt zu meiden. Dies kann am besten durch den Konsum von Lebensmitteln erfolgen, welche den Effekt einer Entsäuerung auf den Körper haben. 

Erst so kann der eigene Körper effektiv im Kampf gegen den Krebs durch die Ernährung unterstützt werden. 

Ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt ist sehr wichtig für Ihre Gesundheit.  Welche Rolle spielt die Übersäuerung des Körpers in der klinischen „Schulmedizin“ und was bedeutet Übersäuerung, wenn Sie sich mit Ihrem Arzt darüber unterhalten. Was wird unter Übersäuerung des Körpers im Allgemeinen verstanden und was steckt dahinter? 

Die Schulmedizin geht davon aus, dass der Begriff der Übersäuerung nicht allgemein verwendet werden kann. Eine Übersäuerung des Blutes wird vom Körper nicht toleriert und mit ernsthaften Erkrankungen einhergehen. Diese wären auch durch einfache naturheilkundliche Mittel (wie basische Kost) nicht zu beseitigen. Viele Zellfunktionen und Enzymaktivitäten unseres Körpers sind an einen sehr eng begrenzten pH-Wert gebunden. Enzyme sind so genannte Biokatalysatoren, die Stoffwechselprozesse in unserem Körper in Gang setzen und beschleunigen. Zunächst müssen wir aber klären was der ph-Wert ist und welche Bedeutung er für Ihre Gesundheit hat. Übersäuerung: Das Verhältnis von Säuren und Basen im Körper wird durch den pH-Wert bestimmt. 

Der pH-Wert des Blutes beispielsweise liegt bei 7,35 bis 7,45 und muss auch konstant in diesem Bereich bleiben, größere Abweichungen toleriert der Körper nicht – und wäre mit dem Leben auch nicht vereinbar. Ist eine Übersäuerung des Blutes eingetreten, spricht man von einer Azidose: Hierbei kann es zu Blutdruckabfall, Herzrhythmusstörungen bzw. Herzstillstand, Senkung der Kontraktionskraft des Herzens, Dämpfung des Zentralnervensystems, dadurch Verwirrtheit, Muskelschwäche, bis hin zum Koma kommen. 

Wenn im Bereich der Naturheilkunde der Begriff der Übersäuerung verwendet wird, dann wird entweder von einer zeitweisen (latent bzw. akut) oder einer chronischen (dauerhaften) Übersäuerung ausgegangen. 

Die naturheilkundliche Diagnostik von Erkrankungen, die durch Übersäuerungszustände erklärbar werden, läuft zum einen über die Urindiagnostik, als auch auf Symptombeobachtungen wie Sodbrennen, Magen-Darm-Störungen, Abwehrschwäche oder Dermatosen (Hauterkrankungen). Viele der genannten Beschwerden lassen sich durch basische Kost oder die Aufnahme von Basenpräparaten beheben, was der Übersäuerungstheorie zu ihrem Recht verhilft. Man muss außerdem davon ausgehen, dass die Ausleitungsorgane durch vermehrte Aufnahme von säurehaltigen Lebensmitteln belastet werden können. Ein Großteil an Säuren wird über die Niere ausgeschieden. Da die Niere eines der am meisten betroffenen Ausscheidungsorgane ist, kann man eine Belastung sehr gut feststellen, in dem man den pH-Wert des Urins bestimmt. 

Eine chronische Übersäuerung unseres Stoffwechsels kann viele Ursachen haben. 

Die täglich anfallende Säuren werden normalerweise auch täglich aus dem Organismus ausgeschieden. Die Ausscheidung und die Entstehung von sauren Stoffwechselendprodukten sind im gesunden Organismus normalerweise im Gleichgewicht. Die sauren Stoffwechselendprodukte, wir nennen sie Säuren, gelangen zeitlich versetzt zur Entstehung durch das Bindegewebe, Lymphe und Blut zu den Ausscheidungsorganen. Dabei scheidet die Lunge vor allem die flüchtigen Säuren aus, die Nieren die fixen Säuren, während die Leber als Entgiftungsorgan hauptsächlich ihre Rolle in der Ammoniakentgiftung findet. Dabei werden Bikarbonat-Moleküle verbraucht. Sowohl das Blut als auch die Ausscheidungsorgane können innerhalb eines Zeitraumes nur eine bestimmte Säuremenge aufnehmen, abtransportieren und ausscheiden. 

Damit während des Transports die Säuren keinen Schaden am Gewebe, z.B. an den Gefäßwänden anrichten, verhindern bestimmte Puffer, dass es zu Verschiebungen des Blut-pH-Wertes in den sauren Bereich kommt. Bevor die Säuren über das Blut transportiert werden können, spielt jedoch das Bindegewebe mit seinen Proteoglykanen und Glykoproteinen eine besondere Rolle. 

Die Bindegewebsmoleküle fungieren als Ionenaustauscher. Diese sind nämlich in der Lage, Protonen vorübergehend zu speichern, bis das Blut bzw. die Ausscheidungsorgane wieder ausreichend Kapazitäten frei haben. Der meist saure pH- Wert des Morgenurins zeigt diesen Abtransport von gespeicherten Säuren über die Nieren an. Wenn mehr Säuren anfallen als ausgeschieden werden, übersäuert das Bindegewebe. Es kommt langsam zu einer Anhäufung von Säuren. Die zurückbleibenden sauren Valenzen verbleiben im Bindegewebe. Der Volksmund nennt diesen Prozess auch Verschlackung. 

Bezieht sich die Ablagerung auf das Bindegewebe, spricht man auch von Orangenhaut oder Cellulitis.

Die Verschlackung hat gravierende Folgen Durch permanente Bindung von sauren Stoffwechselendprodukten an die polaren Seitenketten der Bindegewebsmoleküle ändern sich die Wasserbindungsfähigkeit und die Transporteigenschaften für fast sämtliche Nährstoffe im Interstitium. Das Bindegewebe quillt förmlich auf und wird durch die folgende mangelhafte Nähr- und Sauerstoffversorgung sowie durch die immer stärker weiter zunehmende Verschlackung mehr und mehr geschädigt. Dies ist ein schleichender Prozess, der sich über viele Jahre hinziehen kann und sich in zahlreichen Symptomen äußern kann. wie Müdigkeit, Erschöpfung, Antriebsschwäche, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen, Nervenschmerzen, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, verschiedene Formen von Rheuma, verschiedene Formen von Allergien, unspezifische Entzündungen, häufige Erkältungen, Bindehautentzündungen, Krebs und viele andere mehr. 

Wenn das Milieu der Zellen nicht mehr stimmt, ist mittel- oder langfristig mit  Entgleisungen des Systems zu rechnen. 

In diesem Fall sind Krankheiten nur die Symptome für den Übersäuerungszustand. Eine Zelle, die optimal versorgt wird und sich bester Gesundheit erfreut, wird mit fast jedem Erreger fertig. 

Der pH-Wert außerhalb von Krebszellen liegt im Tumorbereich um eine Einheit niedriger als im umgebenden gesunden Gewebe. In der Krebszelle selbst liegt er sogar noch etwas tiefer. Aus naturheilkundlicher Sicht könnten wir Krebszellen als eine Art erweiterter Mülleimer betrachten, in dem die Säurevalenzen der chronischen Übersäuerung abgelegt werden. 

Mit zunehmendem Alter ergeben sich zahlreiche Faktoren, aufgrund dessen es vermehrt zu Erkrankungen kommt. 

Mit dem Alter nimmt zum Beispiel die Fähigkeit der Niere ab, Protonen auszuscheiden. Als Folge daraus kommt es zu einem Absinken des Blut-pH-Wertes, sowie der Bikarbonat-Konzentration des Blutes. Daraus resultiert eine verminderte Pufferwirkung, weshalb Protonen nicht mehr so gut über die Niere ausgeschieden werden können. 

Mangelnde Bewegung, insbesondere an der frischen Luft, führt zu einer verminderten Durchblutung und Sauerstoffversorgung im Gewebe, wohingegen zu viel Bewegung, z.B. Leistungssport, ebenfalls zu lokaler Übersäuerung durch das Laktat (Milchsäure) führt.

Weitere häufigste Ursachen sind Stress, akute und chronische Krankheiten, die zusätzlich das System negativ beeinträchtigen und natürlich die Ernährung. 

Die vermehrte Aufnahme von säurebildenden Nahrungsmitteln wie Fleisch, Wurst, Käse, Eier, Zucker, Kaffee oder Alkohol erscheint in diesem Zusammenhang in einem ganz anderen Licht.